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Was wird bei der Business Impact Analyse ermittelt?

Bei der Business Impact Analyse (BIA) handelt es sich um ein zentrales Instrument im Risikomanagement und der Geschäftskontinuitätsplanung von Unternehmen. Das Ziel dieser Analyse ist es, potenzielle Auswirkungen einer Unterbrechung der Geschäftsprozesse auf das Unternehmen zu identifizieren und zu bewerten.

Dies hilft dabei, Prioritäten für die Wiederherstellung der Geschäftsaktivitäten und den Schutz kritischer Ressourcen festzulegen. Hier sind die Kernaspekte, die bei einer Business Impact Analyse ermittelt werden:

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Zeitpunkt des Ausfalls

Ein entscheidender Faktor bei der Bewertung der potenziellen Auswirkungen auf das Unternehmen ist der Zeitpunkt des Ausfalls der Geschäftsaktivitäten. Die BIA berücksichtigt verschiedene Szenarien – von Ausfällen während betriebskritischer Zeiten bis hin zu weniger sensiblen Zeitfenstern. Dadurch wird es möglich, die Auswirkungen präziser zu prognostizieren und Notfallpläne entsprechend zu priorisieren.


Art und Umfang des (im-) materiellen Schadens

Die BIA unterscheidet zwischen materiellen und immateriellen Schäden. Materielle Schäden können finanzielle Verluste, Schäden an Eigentum und Ausrüstung umfassen. Immaterielle Schäden beziehen sich auf den Verlust von Geschäftschancen, Kundenvertrauen, Markenwert und Reputation. Die Analyse dieser Schäden hilft Unternehmen, ein umfassendes Verständnis der potenziellen Auswirkungen zu entwickeln, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse nach sich ziehen kann.


Priorisierung von Geschäftsprozessen

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der BIA ist die Priorisierung von Geschäftsprozessen basierend auf ihrer kritischen Bedeutung für den Betrieb. Diese Priorisierung hilft bei der Entwicklung von Strategien zur Risikominderung und Notfallwiederherstellung, die sicherstellen, dass die wichtigsten Prozesse die geringsten Ausfallzeiten haben.


Bestimmung der maximal tolerierbaren Ausfallzeit (MTD)

Die BIA hilft auch dabei, die maximal tolerierbare Ausfallzeit (Maximum Tolerable Downtime, MTD) für jeden Geschäftsprozess zu bestimmen. Dies ist die maximale Zeit, die ein Prozess unterbrochen werden kann, bevor ernsthafte Schäden für das Unternehmen entstehen. Die MTD-Leitlinien sind entscheidend für die Planung der Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung.


Identifizierung von Abhängigkeiten

Schließlich identifiziert die BIA Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Geschäftsprozessen sowie zwischen Prozessen und externen Partnern oder Lieferanten. Das Verständnis dieser Abhängigkeiten ist entscheidend für die Entwicklung effektiver Wiederherstellungsstrategien und für das Management von Risiken, die sich aus der Verflechtung der Geschäftsprozesse ergeben.


Die Bedeutung der DORA-Verordnung für die Business Impact Analyse

Die Digital Operational Resilience Act (DORA) ist eine wichtige Verordnung der Europäischen Union, die darauf abzielt, die digitale Widerstandsfähigkeit von Unternehmen im Finanzsektor zu stärken. Diese Verordnung hat bedeutende Auswirkungen auf die Durchführung und den Umfang der Business Impact Analyse (BIA), insbesondere für Organisationen, die digitale Finanzdienstleistungen anbieten.


Erhöhte Anforderungen an digitale Resilienz

DORA setzt neue Standards für die digitale Resilienz, die Unternehmen berücksichtigen müssen, wenn sie ihre BIA durchführen. Dies bedeutet, dass Unternehmen nicht nur die physischen und betrieblichen Aspekte ihrer Geschäftsprozesse bewerten müssen, sondern auch die digitale Infrastruktur und Dienstleistungen, die für den Betrieb essentiell sind. Die Analyse muss daher potenzielle Cyber-Risiken und die Auswirkungen von IT-Ausfällen auf die Geschäftstätigkeit umfassen.


Detaillierte Betrachtung von Cyber-Risiken

Im Rahmen von DORA müssen Unternehmen eine detaillierte Bewertung von Cyber-Risiken vornehmen und diese in ihre BIA integrieren. Dies schließt die Identifizierung kritischer IT-Systeme und digitaler Ressourcen ein, deren Ausfall oder Beeinträchtigung erhebliche Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb haben könnte. Unternehmen müssen auch die Wahrscheinlichkeit von Cyberangriffen und deren potenzielle Auswirkungen bewerten, um angemessene Schutzmaßnahmen zu implementieren.


Anpassung der Wiederherstellungspläne

DORA verlangt von den Unternehmen, dass sie spezifische Wiederherstellungspläne für kritische IT-Systeme und digitale Dienste entwickeln, die in ihre allgemeinen Geschäftskontinuitäts- und Notfallwiederherstellungspläne integriert werden. Dies erfordert eine enge Abstimmung zwischen der BIA und der IT-Sicherheitsstrategie, um sicherzustellen, dass alle digitalen Aspekte der Geschäftsprozesse angemessen berücksichtigt und geschützt werden.


Compliance und Berichterstattung

DORA stellt auch Anforderungen an die Dokumentation und Berichterstattung im Zusammenhang mit der digitalen Widerstandsfähigkeit. Unternehmen müssen nicht nur ihre BIAs regelmäßig durchführen und aktualisieren, sondern auch nachweisen, dass sie den Anforderungen der DORA-Verordnung entsprechen. Dies erfordert eine gründliche Dokumentation der durchgeführten Analysen, der identifizierten Risiken und der ergriffenen Maßnahmen zur Risikominderung.


Fazit

Die Integration der DORA-Verordnung in die Business Impact Analyse stellt sicher, dass Unternehmen eine umfassende Perspektive auf ihre Resilienz gegenüber digitalen Risiken erhalten.

Dies ist besonders wichtig in einer Zeit, in der die Abhängigkeit von digitalen Technologien stetig zunimmt und die potenziellen Auswirkungen von Cyberangriffen und IT-Ausfällen auf den Geschäftsbetrieb signifikant sein können.

Die Anpassung der BIA an die Anforderungen von DORA hilft Unternehmen, nicht nur regulatorische Compliance zu gewährleisten, sondern auch ihre digitale Widerstandsfähigkeit zu stärken.

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